Stiftung Warentest Boxspringbetten Test 2014

Stiftung Warentest Boxspringbetten Test 2014

Boxspringbetten TestsiegerIm Rahmen des großen Matratzentests hat Stiftung Warentest auch Boxspringbetten getestet. Die Anforderung an jedes Matratzensystem lautete dabei:

„Eine gute Matratze muss den Körper sowohl in Rückenlage als auch Seitenlage gut abstützen, so dass in Rückenlage die typische S-Form der Wirbelsäule erhalten bleibt und in Seitenlage Schultern und Becken so tief einsinken, dass sich zwischen Halswirbelsäule und Steißbein eine gerade Linie bildet“.

 

Nachfolgend sehen Sie, welche Stärken und Schwächen Stiftung Warentest einem Boxspringbett zuordnet.

Boxspringbett Stärken

1. Die Liegehöhe

Weil ein Boxspringbett relativ hoch ist (Liegehöhe oft zwischen 60 und 70cm) erleichtert das Bett das Hinlegen und Aufstehen, was vor allem Menschen mit Gelenk- oder Rückenproblemen zu Gute kommt.

Kauftipp:

Achten Sie darauf, dass die Liegehöhe zum Körper passt, große Menschen sollten eher in Richtung 70cm tendieren, kleine Menschen eher in Richtung 60cm oder gar weniger.

2. Die thermodynamischen Eigenschaften des Toppers

Speziell dem aufliegenden Kaltschaum-Topper wurden gute thermodynamische Eigenschaften zugeschrieben. Aufgrund einer guten Wärmeisolierung ist dieser ideal für Menschen, die leicht frieren.

Kauftipp:

Obwohl Kaltschaum auch für den Sommer geeignet ist, gibt es spezielle perforierte Topper wie z.B. aus Klimalatex, die aufgrund einer sehr guten Klimaregulierung auch für den Hochsommer bestens geeignet sind.

Boxspringbett Schwächen

1. Schlechter Feuchtigkeitstransport bei Kunstleder

Speziell bei einem Bezug aus Kunstleder kann es sein, dass die Feuchtigkeit nicht optimal über die Ränder der Matratze abtransportiert wird, so dass es mit der Zeit zu Stockflecken etc. an der Matratze kommen kann.

Kauftipp:

Bei Boxspringbetten in Kunstleder haben Sie oft die Möglichkeit hinsichtlich der Matratze zwischen einem Kunstlederbezug oder einem luftdurchlässigen Doppeltuchbezug zu wählen (so dass nur der Unterbau und das Kopfteil mit Kunstleder bezogen sind). Ein Doppeltuchbezug ist aus genannten Gründen die bessere Alternative. Optisch lässt sich das Doppeltuch verdecken, indem man sowohl den Topper als auch die Matratze in Kunstleder bezieht.

2. Aufgrund von Wärme & Feuchtigkeit können sich Liegekuhlen bilden

Stiftung Warentest bemängelt, dass Wärme und Feuchtigkeit dazu führen können, dass sich die Polsterung der Matratze absenkt und es zur Ausbildung von Liegekuhlen kommt.

Kauftipp:

Liegt ein Topper auf der Matratze, schont dies die Matratze und Wärme und Feuchtigkeit wird abgetragen, bevor sie überhaupt in die Matratze eindringen kann. Damit keine Liegekuhlen entstehen, sollten Sie zudem auf die Zusammensetzung und das Raumgewicht der verwendeten Polsterungen achten.

3. Die Härteangaben sind häufig falsch

Laut Stiftung Warentest passen die Härteangaben häufig nicht zu den tatsächlichen Liegeeigenschaften eines Boxspringbettes, d.h. dass bei einigen Betten der Schlafende zu tief einsinkt, obwohl das Bett mit Härtegrad 3 oder 4 etikettiert sind.

Kauftipp:

Da Härtegrade nicht genormt sind, ist es wichtig, beim Händler nachzufragen, wie diese zustande kommen und idealerweise Probe zu liegen.

4. Boxspringbetten sind oft teuer, sperrig und schwer

Neben dem oft hohen Preis (teilweise ab 3.000€ aufwärts) haben Boxspringbetten zudem den Nachteil, dass sie sich aufgrund ihrer Sperrigkeit und des Gewichts nicht sehr vorteilhaft transportieren lassen.

Kauftipp:

Ein Boxspring-Doppelbett, das aus 2 Unterboxen und 2 Matratzen besteht, hat nicht nur den Vorteil, dass man oft den Härtegrad und die Liegeeigenschaften für jede Bettseite individuell festlegen kann, sondern es lässt sich auch weitaus besser transportieren. Weil sich ein Boxspringbett prinzipiell in seine Einzelteile (Box, Matratze, Topper, Kopfteil) ist der Transport aber nicht so dramatisch wie von Stiftung Warentest dargestellt.

 

Hinsichtlich des Preises weist Stiftung Warentest noch einmal explizit darauf hin, dass aufgrund der hohen Nachfrage die Preise im Laufe der Zeit noch weiter sinken werden.